Süßes zum Karneval à la française

Luftig-leichte Crêpes

Crêpes
  • Sehr beliebt bei Kindern
  • Für einen Abend mit Freunden
  • ganz einfach
  • Nicht nur bei Karnaval lecker

Heute fand der Karneval-Umzug durch die Stadt Wiesbaden statt. Schon im ersten Jahr, in dem ich in Deutschland gelebt habe, durfte ich miterleben, dass der Karneval hierzulande ein besonderes Ereignis ist. Auch zum Teil mit ansehen, wie exzessiv er in manchen Regionen Deutschlands gefeiert wird. Aber bitte, jeder nach seiner Fasson. Es war auf jeden Fall ein neues Erlebnis, denn in Frankreich konzentriert sich das Fest um den Faschings-Dienstag – dem „mardi gras“- fetter Dienstag, was für ein witziger Name.

Der Name kommt daher, weil es der letzte Tag vor dem Aschermittwoch ist, dem ersten Fastentag. Und vor den 40 Tagen des Verzichts, wurde noch ein letztes Mal kräftig gefeiert und geschlemmt, vor allem fette Speisen und viel Süßes. Traditionell werden Beignets und Crêpes zubereitet, so wie hier die Berliner, Krapfen und Kreppel, wie sie auch immer heißen.

Crêpes sind wieder der Beweis, dass ganz einfache Speisen mit Grundzutaten wie Eier, Mehl, Milch, Butter und Zucker sehr lecker sein können. Die vielleicht bekannteste Crêpe weltweit ist die Crêpe Suzette.  Haben Sie diese schon probiert? Sie wird in einer Butter-Orangen-Sauce serviert und mit Cointreau oder Grand Marnier – also Orangenlikör – flambiert, in den französischen Bistros sogar vor den Augen der Gäste. Ein sehr appetitanregender Anblick! Spätestens dann wissen Sie auch, dass Sie auf der Dessertkarte die richtige Wahl getroffen haben.

Heute möchte ich Ihnen aber das Grundrezept für französische süße Crêpes verraten, wie sie meine Mutter immer zubereitet hat. Es war immer sehr lustig, sie in die Luft zu werfen, um sie zu drehen. Vor allem, wenn das eine oder andere Stück daneben landete. Aber egal, wie sie dann aussahen, sie wurden alle gegessen.

Französische Crêpes sind luftiger und wesentlich dünner, als die deutschen Eierpfannkuchen. Sie werden fast ohne Fett gebacken. Bei diesem Rezept schmecken sie durch das aufgeschlagene Eiweiß besonders locker-leicht. Damit Ihnen die Zubereitung am besten gelingt, müssen Sie vor allem zwei Punkte beachten. Sie brauchen eine  gusseiserne Crêpes-Pfanne mit sehr dünnem Boden.  Und der Teig muss unbedingt ruhen, am besten 3 Stunden, bevor sie die Crêpes backen.

Ich esse sie am liebsten mit Zucker, aber es gibt tausende Möglichkeiten, sie zu genießen. Laden Sie schnell noch ein paar Freunde  für eine Crêpe-Party ein. Stellen Sie Marmelade, Schokocreme, Nüsse, Früchte, süße Aufstriche aller Art auf den Tisch, sodass jeder sich bedienen kann. Ich kann Ihnen garantieren: Sie werden Spaß haben und so ein Fest ist kommunikativ!

 

Rezeptquelle: Familienrezept
Zubereitungszeit: ca. 15 Min. + 20 Min. zum backen

Zutaten

für  ca. 20 dünne Crêpes
  • 250 g Mehl
  • 40 g Zucker
  • 1/2 L Milch
  • 2 ganze Eier + 3 Eigelb ( 2 Eiweiße beiseite stellen )
  • 60 g Butter
  • 1/2 TL Salz
  • 1 bis 2 EL Orangenblütenwasser ( Alt. 1 EL Rum oder Cognac )

 Zubereitung

  1. Mehl in eine Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde bilden. In die Mulde, Eier, Eigelb, Milch, Orangenblütenwasser und Salz hinzufügen. Alles gut miteinander vermischen, zu einem relativ flüssigen glatten Teig.
  2. Butter in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle schmelzen lassen. Zum Teig hinzufügen. Gut miteinander vermischen.
  3. Die 2 Eiweiße steif schlagen und unter den Teig vorsichtig unterheben, gut mischen. Schüssel abdecken und den Teig min. 2 bis 3 Stunden ruhen lassen.
  4. Crêpes vorbereiten: Crêpes-Pfanne heiß werden lassen. Nur wenig Butter oder Öl auf Küchenpapier verteilen und die Pfanne damit einreiben. Crêpes-Teig mit einem mittleren Schöpflöffel aus der Schüssel entnehmen und in die Pfanne geben. Dabei den Teig in der Pfanne so verteilen, dass der Boden gleichmäßig bedeckt ist. Wenn die untere Seite gar ist, wenden.
  5. Die Prozedur wiederholen, bis alle Crêpes fertig sind. Sofort genießen oder alle Crêpes fertigstellen und kurz warm stellen – am besten auf einem Teller über einem heißen Wasserbad und mit einem Tuch abgedeckt – bis sie gegessen werden.

Bon appétit!

Genusstipp

Den Teig können Sie auch mit geriebener Orangenschale oder Zitronenschale aromatisieren.

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