Rindergulasch Camarguischer Art – Gardiane de Boeuf

Ein Gericht so würzig-wild wie die Stiere der Camargue

Gardiane de boeuf
  • Herbst und Wintergericht
  • für Familie und Gäste
  • würzig und wärmend

Letzte Woche hatte ich euch ein Schmorgericht aus Korsika vorgestellt. Da das Wetter Tag für Tag ungemütlicher wird, bleibe ich heute in der Kategorie “Seelentröster” und stelle euch eine weitere Variante vor, die ich bei meiner Languedoc Table d’hôtes im September gekocht hatte.

Kennt ihr schon die “Daube Provençale”, ein Schmorgericht mit Rindfleisch, Rotwein, getrockneter Orangenschale und Kräutern aus der Provence?

Die Gardiane ist sehr ähnlich. Allerdings wird sie traditionell mit dem Fleisch von Stieren zubereitet, die in dem Naturschutzgebiet Camargue artgerecht gezüchtet werden. Das Fleisch der halbwilden Tiere soll besonders intensiv schmecken – die sind ja nicht kastriert :) .

Da Stierfleisch in Deutschland so gut wie nicht zu finden ist, habe ich dieses Rezept mit Rindfleisch zubereitet. Um die Intensität des Geschmacks dennoch zu verstärken, habe ich mich von einem Rezept inspiriert, wo Anchovis und Oliven hinzugefügt werden. Einfach perfekt!

Am besten serviert man dieses Schmorgericht mit dem roten Reis aus der gleichen Region; ein Vollkornreis, dessen äußere Schale rot gefärbt ist. Er schmeckt besonders nussig und passt hervorragend zu diesem Gericht.

Meine Gäste waren von der Gardiane ganz begeistert. Sie haben zum Schluss die Soße einfach so mit Baguette gegessen, bis kein Tropfen mehr auf dem Teller übrig war … Gibt es ein besseres Kompliment für eine Köchin?

Und ganz ehrlich: wenn ihr dieses Rezept nachkocht, werdet ihr ganz schnell vergessen, wie die Temperaturen draußen sind :)

Rezeptquelle: inspiriert von traditionellen Rezepten
Zubereitungszeit: ca. 20 Min.- + Garzeit ca. 2 1/2 bis 3 Stunden.

Zutaten

für  6 Personen
  • 1,5 kg Rindfleisch ( zum Beispiel Rindergulasch ), in Würfel geschnitten
  • 2 große Zwiebeln
  • 1 Stück getrocknete Orangenschale ( optional )
  •  3 Knoblauchzehen
  • 3 Karotten
  • 2 EL grüne Oliven oder schwarze Oliven ( je nach Geschmack )
  • 4-5 Anchovis Filets in Öl eingelegt
  • 1-2 EL Tomatenmark ( gibt der Soße einfach eine appetitliche Farbe )
  • 1 L kräftiger Rotwein
  • 1 Würfel Rinderbrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Stängel Thymian
  • 1 Stängel Rosmarin
  • 2 Stängel glatte Petersilie ( für die Deko zum Schluss )
  • Salz, Pfeffer

 Zubereitung

  1. Am Tag davor die Marinade zubereiten. Zwiebeln schälen und klein würfeln. Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Fleischstücke mit Karotten, Zwiebeln, Rotwein, der Orangenschale und  den Kräutern ( bis auf die Petersilie ) in eine großen Schüssel reintun. Abdecken und über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen.
  2. Am Tag selbst: Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden. Petersilie abbrausen und trockenschütteln und für die Deko beiseite stellen. Fleisch aus der Marinade herausnehmen und mit Küchenpapier gut abtrocknen.
  3. In einem Bräter Öl heiß werden lassen und das Fleisch anbraten, bis es etwas Farbe annimmt.
  4. Knoblauch in dem Bräter hinzufügen und ca. 3 Min. kurz andünsten.
  5. Ablöschen mit etwas Wein von der Marinade. Tomatenmark und Anchovis hinzufügen und die Marinade samt Karotten, Zwiebeln und Kräutern, sowie Brühwürfel hinzufügen. Ggf. Wasser hinzufügen, sodass das Fleisch knapp bedeckt ist. Alles zugedeckt bei schwacher bis mittlerer Hitze min. 2 – 2 1/2 Stunden schmoren lassen. Gelegentlich umrühren.
  6. 30 Min. vor Ende, Oliven hinzufügen und alles 30 min. weiterschmoren.
  7. Am Ende der Garzeit, das Gericht mit Salz, Pfeffer  abschmecken. Zum Servieren, Fleisch auf einer Platte anrichten und mit Soße übergießen. Petersilienblätter grob hacken und über das Fleisch streuen. Den Rest der Soße separat dazu reichen.
  8. Sollte die Soße zu flüssig sein, kann man sie ein wenig reduzieren lassen.
  9. Dazu passt roter Reis aus der Camargue, aber auch Naturreis oder sogar Bandnudeln.

Bon appétit!

Genusstipp

Übrigens, wie bei fast allen Schmorgerichten mit Wein, kann dieses Gericht im Voraus vorbereitet werden, denn es schmeckt auch aufgewärmt sehr gut.

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