Das Josephine Soul Food Café im Wiesbadener Westend

Wohlfühlatmosphäre und Nahrung für die Seele!

Josephine Cafe

Dass das Wiesbadener Westend ein lebendiges Viertel ist, merkt man daran, dass sich hier immer wieder etwas verändert oder neu dazu kommt. An den Menschen, die hier leben, den Häusern, die renoviert werden aber auch an die vielfältigen Läden und multikulturellen gastronomischen Konzepte. Individuell und kreativ.

Die Maklerin, die mir die Wohnung vermittelte, hatte damals wirklich Recht gehabt. Ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich unter 30 Bewerbern “ausgewählt” wurde. Als ich sie fragte, warum sie sich für mich entschieden hatte, meinte sie:” Sie passen sehr gut hierher, sie sind kreativ und unkonventionell. Sie werden sich wohlfühlen”. Um Wohlfühlen geht es auch in dem in Februar neu eröffneten Josephine Soul Food Café, in der Westend Strasse 26.

Bei meinem ersten Besuch war ich nur auf dem Sprung und wollte mir einfach nur die Räumlichkeiten anschauen. Ich traf gleich die sympatische Besitzerin Izabella Dombek, die gerade die Eingangs-Treppe fegte. Wir kamen kurz ins Gespräch. Sie sagte dann ” Schauen Sie sich einfach um”.

HumusAls ich reinkam, entdeckte ich einen schönen Raum, in sehr angenehmen beruhigenden warmen und sonnigen Tönen. Liebevoll eingerichtet im Retro-Style. Gegenüber der Eingangstür eine Holztheke in dunklem Honigton. Kleine Bistrotische, nicht zu nah einander. Und die Nachspeisen-Theke.

Ich blieb auch dort stehen, obwohl ich eigentlich wenig Süßes esse. Aber beim Anblick dieser wunderbaren selbsgemachten Torten konnte ich einfach nicht widerstehen. Ich entschied mich für die ungewöhnlichste Kombination: Avocado-Limetten-Creme auf einem Boden aus gehackten Nüssen. Fantastisch!

Und schon mal sehr vielversprechend für die Qualität der Küche: Kreativ, mit Überraschungen für den Gaumen, ob in der Geschmackskombination als auch in der Kombination der Texturen, mit Sinn für Ästhetik und viel Liebe zum Detail: das alles konnte ich schon bei diesem Stück Torte erleben.

Mango CremeDiesen ersten Eindruck bestätigte sich bei meinem zweiten Besuch. Diesmal traf ich mich mit einer Freundin zum Abendessen. Wir nahmen beide das Tagesmenü, Sie die Variante mit Fleisch, ich die vegetarische.

Was dann kam, war wirklich sehr sehr lecker: Humus, fein und raffiniert zubereitet, dekoriert mit glatter Petersilie und Granatapfelkernen. Es folgte gebackener Ziegenkäse mit Rote Beete Mousse und einem Gelee aus dunklen Beeren. Meine Freundin hatte Kohlroulade, der Klassiker aber neu interpretiert. Zum Schluss ein Dessert im Glas, mit verschiedenen Schichten, darunter eine intensive Mangocreme.

Ich war mittlerweile ein weiteres Mal da und war wieder ganz begeistert von der Kunst der Köchin. Der Steinbeißer war auf dem Punkt, noch sehr saftig und leicht glasig, wie Fisch sein sollte. Und das Dessert war wieder eine Offenbarung, mit großem Suchtpotenzial: eine Kaffee-Mandelcreme zum Niederknien.

Dieses neue Kaffee ist wirklich eine Bereicherung für das Viertel.

 

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