Genusswolke: Himmlischer Genuss im Glas

Zu Besuch in dem „Jam Lab“ von Marina Caktas

Bei Genusswolke

Bei Marina Caktas schwebt man in der Tat auf einer besonderen Wolke. Über den Dächern von Offenbach befindet sich das Jam Lab, wo sie köstliche Gelees, Marmeladen, Chutneys und Aufstriche für ihre Marke „Genusswolke“ kocht. Dort durfte ich sie kürzlich besuchen.

Kennengelernt hatte ich die Unternehmerin und ihre Produkte an einem Verkostungstag im Hessenshop in der kleinen Markthalle in Frankfurt und war sofort begeistert. Ich war sehr neugierig, mehr darüber zu erfahren und so freute ich mich besonders auf unser Gespräch.

Als ich zur Tür hereinkam, kam mir schon ein würziger Duft entgegen. Sie hatte an dem Tag etwas Neues gekocht und saß nun – jetzt entspannt und ein wenig müde, denn sie war schon seit sechs Uhr auf den Beinen – an dem gemütlichen Holztisch, wo ich auch gleich Platz nahm. Von dort aus warf ich schon ganz erwartungsvoll einen Blick in die Profiküche.

Zuletzt gekocht: Ein Hesse mit Charakter

Das Ergebnis des Tages befand sich schon in einem Topf und ich konnte es kaum erwarten, das Geheimnis zu lüften.  Während sie den Deckel aufmachte, verriet sie schon einmal den Namen ihrer neuen Kreation: „Krautiger Hesse“ sollte es heißen. Ein würziges und rustikales Chutney, das ihre „Hessen-Reihe“ bereichern sollte.

Krautiger HesseEine Komposition aus Weißkraut und Sauerkraut, leicht karamelisiert, mit Senfkörnern, Kardamom, Knoblauch, Pastinaken, Zwiebeln, Wacholderbeeren und einiges mehr. Ich durfte es natürlich probieren. Das Chutney schmeckte in Kombination zu würzigem Kochschinken und  reifem Käse sehr lecker, aber ich könnte es mir auch sehr gut zu geräuchertem Fisch vorstellen.

Würzig und kernig – mehr darf ich nicht verraten- soll auch das „Ritterdippche“ schmecken, der demnächst in ihrer Küche kreiert werden soll. Zur Ehre des wilden Ritters Bechtram von Vilbel, der im 14ten Jahrhundert die Burg von Bald Vilbel bewohnte.

Die Idee dazu wurde auf dem diesjährigen „Hohe Straße Fest“ des Regionalparks Rhein-Main geboren. Dort bot Marina Caktas an einem Stand ihre eingemachten Leckereien an und kam mit einem der Aussteller ins Gespräch, dem Weinhaus Hamm aus Bad Vilbel.

Um diesen Ritter zu zähmen, dazu brauchte es das nötige Feingefühl seiner Tochter. So entwickelte sie auch ein Burgfräulein Gelee, mit fruchtigen und blumigen Aromen, von Apfel, Lavendel und Rose. Ganz edel und fein. Zum Niederknien!

Eine Unternehmerin voller kreativen Ideen!

So wie bei allen Produkten des Genusswolke- Sortiments, haben diese Produkte eine ganz eigene Persönlichkeit und erzählen eine Geschichte. Eines ist klar, wenn man der sympathischen  „Köchin“ und Genussfrau dabei zuhört: Sie sprüht vor Leidenschaft und Unternehmergeist. Nicht nur in ihren Töpfen blubbert es, sondern auch in ihrem Kopf, vor lauter kreativen Ideen. Und weil sie auch eine Frau der Tat ist, muss es probiert werden.

Marina CaktasInspiration findet sie  einfach unterwegs, beim Essen, auf dem Markt, oder wie neulich beim Trinken ihres Lieblingstees. Die neue außergewöhnliche Verbindung von fruchtig-säuerlichem Apfelwein und blumigem grünem Tee soll ganz bald die „Äppler in the World“ Serie ergänzen. Eine Kollektion, wo Apfelwein aus Hessen auf Zutaten der Welt trifft.

Neue Ideen entstehen auch im Gespräch mit anderen, wie die für eine märchenhafte Marmeladenserie, passend für die Fahrt in der blauen Kathrin Straßenbahn. Das Ergebnis ihres Gesprächs mit Martina Maas vom Mainmärchenschiff in Frankfurt stand auch auf dem Tisch:  Ein mildes Dornröschengelee, ein „ blaue Kathrin“ Gelee und demnächst soll eine Struwelpeter Marmelade dazu kommen.

Eine Erfolgsgeschichte wie aus einem Märchen

Die Geschichte der gelernten Hauswirtschafterin und Hotelfachfrau gleicht in der Tat auch mehr der eines Märchens…das große Abenteuer fing mit einer Flasche Apfelwein an, die ihr Freunde in New York geschenkt hatten. Sie arbeitete zu der Zeit in einem internationalen Hotel und sollte nach Hessen zurückkommen …die Äpplerflasche sollte als Symbol für die hessische Heimat stehen.

Nach einem anstrengenden Arbeitstag wollte sie einfach „mit etwas Handwerklichem“ abschalten und kochte daraus ein köstliches Gelee. Die Idee war geboren und ließ sie nicht mehr los. Bis zur Realisierung dauerte es allerdings noch eine ganze Weile.

Ende Juni 2011 war es soweit. Sie gründete ihr eigenes Unternehmen, mit drei Apfelweingelee- Sorten: Gold, Rosé und Rot. Der Name „Genusswolke“ war auch schnell gefunden, nachdem sie in einem Existenzgründungs-Workshop eine Wolke als Symbol für Ihr Unternehmen zeichnete.

„ Am Anfang haben wir noch die Zutatenliste auf jedes Etikett von Hand geschrieben“ erinnert sich die Unternehmerin.  Das ging bald nicht mehr, denn sie gewann bereits im Dezember 2011 einen Wettbewerb und durfte einen Monat lang einen Pop-Up- Store in der Zeilgalerie in Frankfurt betreiben, wo sie ihre Produkte verkosten und verkaufen durfte.

Von da an ging es schnell weiter. Mittlerweile gibt es ca. 30 Produkte im Sortiment. Die „Hessen-Reihe“, die damals noch entstand, hat Zuwachs bekommen. Dieses Jahr kamen „fürs Schnitzel“ die Paprika-Hessen dazu. Als saisonales Produkt „Roter Hesse“  mit bunten reifen Tomaten, als perfekter Begleiter für mediterrane Gerichte und Mozzarella und jetzt bald  „Krautiger Hesse“, rechtzeitig für die kalte Jahreszeit.

Der Geschmack von knackigen Äpfeln und süß-saüerlichem Apfelwein

Verkostung GenusswolkeAuch die Gelees gibt es mittlerweile in vielen Variationen.  Fast die ganze Kollektion dreht sich um den Apfel und Apfelwein aus der Region und überwiegend regionalen Zutaten. Wie der Apfelsaft aus den tollen Äpfeln von dem Streuobstwiesenretter-Verein, an der hessischen Bergstraße. Und die Qualität macht tatsächlich einen Unterschied, den man schmeckt. So wie bei dem herrlich-aromatischen Apfelgelee mit Thymian,  das zu saisonalen Wildgerichten aber auch zu Käse passt.

Oder das unwiderstehliche Apfelgelee mit Zimt, das bei Marina Caktas Kindheitserinnerungen weckt, vor allem wenn die ganzen Zimtstangen im blubbernden Topf ihr Aroma verströmen. Nicht nur bei ihr! Bei diesen beiden Gelees musste ich einfach mehrmals verkosten…

Leckere Chutneys und Aufstriche selber machen, in ihren Kochkursen

Das Herstellen der köstlichen Gelees und Produkte ist viel Handarbeit, angefangen vom Schleppen der Zutaten in die oberen Stockwerke bis hin zum liebevollen Tüfteln an der optimalen Rezeptur! Um Handarbeit geht es auch in den Kochkursen für Erwachsene und Kinder. Denn Marina Caktas teilt ihr Wissen sehr gerne mit anderen.

Jam LabDabei ist ihr besonders wichtig, ihre „Kochschüler“ zu motivieren, einfach auszuprobieren und Gutes zu essen. Ob sie beim Grillkurs zeigt, dass durch verschiedene Saucen und Chutneys das Gegrillte verfeinert wird und welche unterschiedlichen Geschmacksrichtungen es dann gibt. Oder den Kindern den Spaß am Kochen beibringt und das gute Gefühl hat, wenn diese mit ihrem selbstgekochten Glas fröhlich nach Hause gehen, „ein Samenkorn gepflanzt“ zu haben, wie sie es erläutert.

Beim Lauschen der spannenden Geschichten verflog die Zeit ganz schnell. Vier Stunden und viele Probierlöffel später durfte ich zum Schluss noch einen Blick in die Regale werfen, wo die frisch-gekochten Gläschen im Regal auf ihre Käufer warten. Welch schöner Nachmittag!

Wie können auch Sie in den Genuss kommen?

Die leckeren Feinkost-Gläschen können Online bestellt werden oder sind in einigen Feinkostgeschäften der Region zu finden. Oder zu verkosten, wenn Marina Caktas wieder on Tour ist. Wie zum Beispiel am kommenden Wochenende bei den Gaumentestspielen im Marktgewölbe in Wiesbaden. Dort können Sie auch an ihrem Genusswolke-Stand  selbst schweben.

Hier nochmals der Link zum himmlischen Genuss.

 

 

 

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