Inspiration nr. 1 für das Fest der Feste

Mit Champagner im Glas einen Hauch Luxus genießen

Champagne!  Dieser Aufruf ist der Auftakt vieler stilvoller und gelungener Feste. Das prickelnde Getränk aus der Champagne-Region war immer von einem Hauch Luxus umgeben. Zu den Feierlichkeiten am Ende des Jahres gehört der edle Schaumwein natürlich dazu. Man genießt ihn aber auch gerne das ganze Jahr über zu besonderen Anlässen.

Claudia StrothoffWie viele andere, erlag die Wiesbadener Importeurin, Claudia Strothoff, dem Charme dieses außergewöhnlichen Getränkes und dem Zauber des Weingebietes. So wurde aus einer anfänglich rein privaten Passion eine prickelnde Geschäftsidee und das Unternehmen „avingart de champagne“. Mit ihren Champagnern von Winzern mit Weingütern in Spitzenlagen begeistert sie seitdem die Genießer in Wiesbaden und Umgebung.

Letzte Woche war Claudia auch Co-Gasgeberin meines Table d’hôtes Spezial am 05.12.2012.

Françoise: Was begeistert dich an Champagner? Was ist das Besondere an diesem Getränk?

Claudia: An Champagner begeistert mich, dass ich schnell gemerkt habe, dass dieses Getränk eine unglaublich große Fangemeinde mit sich bringt und je nach Stimmung wird man oftmals gar nicht mehr gefragt, ob man ihn trinken möchte oder nicht – allenfalls welche Sorte Champagner man denn möchte.  Aber Achtung: die meisten Stimmungen erfordern Magnums ;) .

Champagner ist natürlich ein zeitloses Getränk und vor allem ein “Edelgetränk”, welches nicht jeden Tag im Glas ist, denn dann würde man ihm auch nicht mehr den nötigen Respekt entgegenbringen.
Françoise: Am Anfang war Champagner für dich nur eine Passion. Wie kam es, dass du daraus eine Geschäftsidee entwickelt hast?

Claudia: Die Idee fiel geradezu „vom Himmel“, als ich nach einem großen Einkauf von mehreren Kisten Champagner  für ein persönliches Event von dem Winzer selbst gefragt wurde, warum ich so viel davon bräuchte oder ob ich ihn nicht gleich vertreiben wolle. Da es sich um einen recht kleinen Winzer handelt, der in Deutschland noch keinen Vertriebsweg hatte, fuhr ich mit der Idee von ihm im Kopf nach Hause, die dann sehr schnell von mir in die Tat umgesetzt wurde.

Françoise: Champagner-Produzenten  gibt es viele. Du kaufst direkt vor Ort bei Winzern, die du persönlich kennst. Worauf achtest du beim Kauf von Champagner? Was macht einen besonderen Champagner aus?

Claudia: Ich besuche und kaufe ausschließlich bei unabhängigen Winzern (alle im Familienbesitz), das heißt: diese Winzer produzieren nicht für die großen Handelshäuser.  Dort finde ich die Vielfalt der unterschiedlichen Stile und Typen viel faszinierender vor und auch die Champagner von diesen Produzenten dürfen von Jahr zu Jahr verschieden schmecken und müssen nicht dem Markenetikett angepasst werden.

Champagner von unabhängigen Winzern, den sogenannten ” VI – vigneron independant”, erkennt man am Etikett. Zudem gibt das Etikett auch weitere Klassifizierungen wie Lage, Alkoholgehalt und Geschmacksrichtung her.

Eine weitere Qualitätsbezeichnung ist die Unterscheidung zwischen Premier Cru und Grand Cru. Diese Lagebezeichnungen entsprechen höchster Qualitätsstandards der Trauben. Aber auch bei Champagner gilt die Devise “Geschmack ist relativ – Probieren geht über Studieren”.

Und ganz wichtig: Champagner sollte generell nicht länger als zwei Jahre lang gelagert werden -außer einem Jahrgangschampagner, der sogar noch reifen kann. Da er lichtempfindlich ist, sollte er auch dunkel gelagert werden.

Françoise: Bei Champagner gibt es ja verschiedene Sorten, blanc de blancs, rosé, cuvée millesimée…Wie unterscheiden sie sich voneinander?

Claudia: Der Blanc de Blancs, also ein reinsortiger Champagner aus Chardonnay-Trauben, ist ein feiner und sehr eleganter  Champagner. Geschmacklich erinnert er oftmals  an Zitrus- und Honigaromen.

Rosé-Champagner erfreut sich seit einigen Jahren einer Renaissance und wird immer beliebter. Das schöne Farbspiel in den Gläsern gibt ihm reichlich Zuspruch gerade bei den Damen. Die schöne Farbe entsteht übrigens entweder durch die Zugabe von wenig Rotwein oder durch vorsichtige Pressung- somit werden die Farbstoffe aus den Traubenschalen extrahiert- der roten Trauben Pinot Noir und Pinot Meunier.

Der Millesimée-Champagner, auch als Jahrgangschampagner bekannt, ist ein vollmundiges Zusammenspiel von vielen Aromen. Er besticht durch seine hohe Qualität und darf sogar gern einmal länger gelagert werden.

Françoise: Champagner kann man nicht nur zum Aperitif oder Cocktail trinken, sondern auch während eines gesamten Menüs.  Könntest du uns einige Beispiele nennen, welche Champagner-Sorten du zu welchem Gericht empfehlen würdest?

Claudia: Der Blanc de Blancs-Champagner zum Beispiel  ist sehr zu empfehlen für Fischgerichte und leichten Speisen wegen seiner Frische.

Der Rosé-Champagner  ist ein passender Begleiter für den Apéritif oder auch für das Dessert.

Ein Jahrgangschampagner überzeugt schon allein durch seine besondere Reifung durch vielfältige Aromen – dazu passen sehr gut kräftige Fleischgerichte.

Françoise: Champagner ist nicht nur als Getränk köstlich, sondern auch als Zutat in der Küche. Zum Beispiel  für die Verfeinerung von Saucen oder in Desserts. Verrätst du unseren Lesen ein persönliches Lieblingsrezept?

Claudia: Am allerliebsten trinke ich den Champagner ganz pur, das heißt ohne Eis und nicht zu einem Cocktail gemischt. Jedoch habe ich sehr schmackhafte Erfahrung bei der Abrundung von Fischsaucen gemacht: einfach ein Gläschen Champagner kurz vor dem Servieren dem Fischsud hinzugeben, etwas mit Kräutern und Gewürzen abschmecken und „et voilà“  – eine perfekte feine Sauce!

Françoise: Liebe Claudia, vielen Dank für das Gespräch. Ich wünsche dir genussvolle Feiertage. Das passende Getränk hast du ja schon…

Kontakt:Claudia Strothoff, avingart de champagne

www.avingart.de

 

Genusstipp

Eine feine Champagner-Sauce geht ganz einfach: in einem Topf 2 klein gewürfelte Schalotten in einem EL Butter andünsten, ca. 250 ml Fischfond und 100 ml Schlagsahne hinzufügen, alles reduzieren lassen, zum Schluss ca. 100 ml Champagner hinzufügen. Sie können die Sauce durch einen Sieb passieren oder mit dem Stabmixer schäumig schlagen. Salzen, Pfeffern, mit Schnittlauch oder Kerbel abschmecken. Diese Sauce passt vor allem zu weißen delikaten Fischsorten wie Steinbutt, Seezunge, Heilbutt, aber auch zu Jakobsmuscheln. Wenn Sie anstatt Fischfond Geflügelfond verwerden, können Sie diese Sauce zu Geflügeln wie Poularde, Perlhuhn, Kapauen servieren. Letzter Tipp: noch raffinierter wird sie mit gehobeltem Trüffel. Bon appétit!

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